22.05.2020

In unserem zweiten Trendbericht geht es um die Neue Ökologie, welche derzeit einen Aufschwung erlebt, wie kein anderer Megatrend. Die Neu-Ökologie bezeichnet eine neue Form von Nachhaltigkeit, den schonenden Umgang mit Ressourcen und nicht zuletzt den Umwelt - und Klimaschutz, der sich in Zeiten der „Fridays for Future-Bewegung“ zunehmend in unserem kollektiven Bewusstsein verankert. Neue Ökologie bedeutet in ihrer Gesamtheit eine neue Ausrichtung unserer Werte in der Gesellschaft, Kultur und Politik. Sub-Trends wie der Bio-Boom, grüne Technologie, Sinn-Ökonomie, die Entschleunigung und Achtsamkeit in Bezug auf unser Leben sind längst keine Nischenthemen mehr – sie entwickeln sich zu einer gesellschaftlichen Bewegung.

Achtsamkeit und Slow-Culture - neue Trends für den Alltag

Achtsamkeit und Slow Culture (Entschleunigung) sind zwei der wichtigen Sub-Trends im Bereich Neue Ökologie. So bildet Achtsamkeit für und mit unserem Leben und unsere Umgebung einen zunehmenden Gegentrend zur tagtäglichen und gefühlt immer stärker werdenden Reizüberflutung. Aggressive mediale Werbung, die ständige Präsenz in Social Media Kanälen aber auch der zunehmende Druck, die eigene Freizeitgestaltung permanent planen zu müssen, bewirkt bei immer mehr Menschen den Wunsch nach Rückzug - weg aus der real-digitalen Umwelt und hin zu „ im hier und jetzt leben“ und wieder mehr auf seine ganz persönlichen Bedürfnisse zu achten. Slow Culture schließt sich diesem Trend an und beschreibt ein Verhalten, um sowohl der beruflichen als auch privaten Hast, Hektik und Komplexität des Lebens entgegenzusteuern. In schnelllebigen Zeiten von „immer schneller, immer höher und immer weiter“ sehnen wir uns nach mehr Muße, mehr Zeit zum Durchatmen und um die Dinge wieder langsamer angehen zu lassen, damit wichtige Dinge im Leben auf Dauer nicht zu kurz kommen. Zeit wird immer mehr zum kostbaren Gut und diese Zeit möchten wir mit uns selbst und im Kreise unserer Liebsten und Freunde verbringen.

Achtsamkeit und Meditation als Megatrend

Bio-Boom und Green-Tech: Siegeszug der Nachhaltigkeit

Der Wunsch nach einer besseren Qualität von Konsumgütern wie Lebensmittel, Kleidung oder Möbel treibt auch den Bio-Boom weiter voran. Insbesondere bei Lebensmitteln ist Bio mittlerweile zum Mainstream geworden und längst kein Nischenthema mehr. Was früher nur in gut sortierten Fachgeschäften erhältlich war, bekommen wir heute zum vergleichsweise günstigen Preis auch bei Aldi, Lidl & Co. Neben Bio-Eiern, Obst, Gemüse und Milchprodukten finden sich laut statista.de die größten Segmente im Bereich Heißgetränke, Kräuter und Gewürze sowie Brot und Backwaren. Aktuell sind im deutschen Handel mehr als 80.000 Artikel mit dem Bio-Siegel erhältlich. Aber nicht nur rein ökologische Motive lassen vor allem Frauen immer öfter zu Bio-Ware greifen, für die meisten Verbraucher steht Bio-Qualität auch für Wertigkeit und deutlich mehr Genuss. Auch Green Tech ist weiter auf dem Vormarsch und prägt die globalen Märkte in allen Branchen: Ob emissionsfreie Mobilität bei Automobilherstellern, Energieeffizienz in großen Rechenzentren oder in der Herstellung von Konsum-und Investitionsgütern bis hin zu nachhaltigen Prozessen in Industrie, Handel und privaten Haushalten.

Trendbewegung Minimalismus - Konzentration auf das Wesentliche

Unnötigen Ballast aus seinem Leben zu eliminieren und nur noch die Dinge übrig zu lassen, die wirklich Freude bringen und befriedigend sind: Mit dem Trend des Minimalismus betreiben wir bewussten und achtsamen Verzicht und konzentrieren uns nur noch auf Dinge, die wirklich wichtig und sinnvoll sind. Für die einen kann Minimalismus bedeuten, seinen Besitz auf maximal 100 Dinge zu beschränken, für den anderen bestimmte Tätigkeiten, die auf dem Weg zu einem Ziel nicht hilfreich sind zu unterlassen, oder manche verabschieden sich von sozialen Kontakten, die keine Freude bringen und unnötig Zeit beanspruchen. Wer den Trend des Minimalismus praktiziert, wird nach und nach erkennen, welche Dinge und Tätigkeiten tatsächlich nötig sind, um Wünsche und Träume zu verwirklichen.

Minimalismus ist und bleibt im trennt laut Zukunftsinsitut

Sharing Economy - Nutzen statt Besitzen

Nutzen statt Besitzen: das ist das Motto der Sharing Economy, welche zum Prinzip hat, Gegenstände, Räume oder Flächen für Privatpersonen oder Interessengruppen zu verleihen und bereitzustellen. Bei der Idee der Ökonomie des Teilens steht der gemeinschaftliche Konsum im Mittelpunkt, Dinge werden nicht mehr selbst als Besitztum angeschafft, sondern nur für einen gewissen Zeitraum von den Nachfragern genutzt und anschließend erneut weiterverliehen oder bereitgestellt. Über Internetplattformen und soziale Netzwerke werden Interessenten schnell erreicht, wodurch dann eine optimale Auslastung erzielt werden kann.

Urban Gardening ist nachhaltiges und traniges Hobby der Zukunft

Sinn-Ökonomie statt Gewinnmaximierung

Die Sinn-Ökonomie beschreibt den Trend, etwas wirklich Sinnvolles zu tun – und das „pro bono“, jenseits des Denkens in Wachstum und Profitmaximierung. Arbeiten für den guten Zweck, mit Sinnhaftigkeit und dem Wunsch, sich mit seiner Arbeit selbst zu verwirklichen und ihr einen echten Wert zu geben, ist auch hierzulande stark im Kommen. Was zählt, ist der soziale Mehrwert, die Nachhaltigkeit und der gesellschaftliche Fortschritt, fernab von dem Wunsch nach „nur mehr Gehalt“. Gut ausgebildete Marketingfachleute, Ingenieure oder Manager werden im Gegenzug mit dem unbezahlbar guten Gefühl belohnt, etwas wirklich Sinnvolles geben zu können. Ähnlich verhält es sich beim Social Business, wo keine finanzielle Gewinnerzielung angestrebt wird und der Zweck von Investoren ausschließlich darin besteht, durch den Betrieb des Unternehmens rein soziale Ziele zu erreichen. Der Profitgedanke steht nicht im Vordergrund, die erwirtschafteten Gewinne werden reinvestiert, gleichwohl müssen Unternehmen jedoch kostendeckend arbeiten und finanziell tragbar sein.

Urban Farming - Landwirtschaft in der Stadt

Der lokale Anbau von Nutzpflanzen in Städten ist ein weiterer Sub-Trend der neuen Ökologie. Beim Urban Farming geht es zum einen um den eigenverantwortlichen Anbau regionaler und saisonaler Lebensmittel in den städtischen Gebieten, zum anderen aber auch stark um das gemeinschaftliche Miteinander sowie den Klimaschutz. Die Sehnsucht nach Rückkehr zur Natur aufgrund der stetig zunehmenden Verstädterung, das immer geringer werdende Vertrauen in industriell hergestellte Lebensmittel und der Ausgleich zum immer hektischer werdenden Alltag lässt Urban Farming auch bei uns immer populärer werden. So bringt das „Stadtgärtnern“ eine ganz neue Qualität von Lebensmitteln auf den Tisch: heimisch, saisonal, frisch und in voller Reife geerntet.

Der Megatrend Neue Ökologie umfasst noch einige weitere Subtrends, die HIER nachgelesen werden können. Eine Übersicht über die wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen in der Zukunft gibt diese Infografik.  

Megatrend Neue Ökologie Mind Map

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